Strichcode ABC
Einleitung

Strichcodes sind in fast allen Bereichen der Industrie und des Handels eingesetzt. Der EAN Code findet europaweit im Lebensmittelbereich Verbreitung, während in der Industrie vorwiegend Code 2/5 Interleaved, Code 39 und Code 128 verwendet wird.

Dieses Kapitel vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse zum Thema Strichcodes.

 
Strichcode Allgemein

Warum Strichcodes?

Der Strichcode, auch Barcode genannt, ermöglicht das maschinelle Lesen von Daten. Die Informationen in einem Strichcode sind in Balkenform codiert. Die codierten Daten können anschließend von einem Computer erfasst, identifiziert und weiterverarbeitet werden.

Was ist ein Strichcode?

Strichcodes bestehen aus einer Folge von Strichen und Lücken. Abhängig vom gewählten Strichcode können Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen, wie beispielsweise Steuerzeichen dargestellt werden. Die Informationen ergeben sich aus den Abständen der aufeinanderfolgenden Striche und Lücken und aus ihren Breiten.

Gelesen wird der Strichcode durch ein optisches Lesegerät. Dabei wird die Lichtquelle des Lesegerätes von den dunklen Strichen absorbiert und von den hellen Lücken reflektiert. Die somit entstehenden Impulse werden vom Lesegeräte in eine Folge von Einsen und Nullen umgewandelt, verarbeitet und an einen Rechner übertragen. 

Warum verschiedene Strichcode-Typen?

Der Grund für die vielen verschiedenen Strichcode-Typen sind die unterschiedlichen Einsatzgebiete der Strichcodes. Dadurch ist es möglich, entsprechend der Erfordernisse, den jeweils am besten geeigneten Strichcode-Typ auszuwählen.

 
Erklärung der Fachbegriffe

Terminologie

Strich

Unter einem Strich versteht man die dunklen Elemente des Strichcodes.

Lücke

Eine Lücke ist das helle Element im Strichcode.

Strichcode-

dichte

Mit Strichcodedichte bezeichnet man die Anzahl der codierten Zeichen pro Wegeinheit (characters pro Inch oder Zeichen pro Zentimeter)

Element

Bezeichnet sowohl einen Strich als auch eine Lücke.

Modul

Ein Modul ist das schmalste Element eines Strichcodes. Breite Striche und Lücken errechnen sich als ein vielfaches eines Moduls.

Modulbreite

Breite des schmalsten Elements eines Strichcodes in Millimeter.

Ruhezone

Am Anfang und am Ende eines Strichcodes muss eine helle Fläche sein, um dem Lesegerät den Beginn und das Ende des Strichcodes anzuzeigen. Die Ruhezone muss 10mal die Modulbreite sein, aber mindestens ¼ Zoll (6.5 mm) betragen. 

Klartextzeile

Die Klartextzeile stellt die gesamte verschlüsselte Information in lesbarer Schrift dar.

Barcodefeld

Bezeichnet den belegten Platz des Strichcodes samt Ruhezonen und Klartextzeile.

Diskrete Codes

Jedes Zeichen beginnt und endet mit einem Strich. Die Lücken enthalten keine Informationen.

Fortlaufender Code

Auch die Lücken enthalten Informationen. Ein Beispiel für einen fortlaufenden Code ist der Code 2/5 Interleaved.

Start- und Stopzeichen

Start- und Stopzeichen begrenzen den Strichcode. Sie ermöglichen, dass ein Strichcode vorwärts und rückwärts gelesen werden kann.

Selbst-

überprüfende Strichcodes

Bei Selbstüberprüfenden Strichcodes sind die einzelnen Zeichen nach dem gleichen Schema aufgebaut. Dies kann z.b. bedeuten, dass jedes Zeichen aus fünf Elementen besteht, von denen zwei Elemente breit sind.

Abweichungen vom jeweiligen Schema werden als Fehler erkannt.

Prüfziffer

Zum besseren Erkennen von Dekodierungsfehlern ist es möglich dem Strichcode eine oder mehrere Prüfziffern beizufügen. Bei manchen Codes ist diese auch zwingend vorgeschrieben.

Substitutions-

Fehler

Infolge einer Veränderung im Strichcode wird beim Lesen ein Zeichen durch eine anderes gültiges Zeichen ersetzt. Substitutionsfehler können durch beigefügte Prüfziffern ausgeschlossen werden.

Nichtlesung

Die gelesene Information kann vom Lesegerät nicht dekodiert werden.

Falschlesung

Die gelesene Information ist nicht gleich der codierten.